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Corona: Wie hilft der Mund-Nasen-Schutz?

15. Juli 2020

Im Kampf gegen Covid-19

15. Juli 2020

Corona: Wie hilft der Mund-Nasen-Schutz?

Im Kampf gegen Covid-19

Seit einiger Zeit gilt bereits in allen öffentlichen Einrichtungen, Verkehrsmitteln und Geschäften die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Auch an vielen anderen Orten gehört die Maske mittlerweile zum täglichen Erscheinungsbild. Aber viele fragen sich immer noch, wie die Alltagsmaske zur Bekämpfung der Pandemie beitragen kann. Schützt sie wirklich? Und wie wird sie richtig eingesetzt?

Virusübertragung durch die Luft

Anders als ursprünglich angenommen spielen sogenannte Schmierinfektionen, also die Übertragung über Oberflächen wie Türklinken, beim Corona-Virus eine eher geringe Rolle. Viel entscheidender sind Tröpfchen und Aerosole, die Viren enthalten können. Diese katapultieren wir beim Sprechen, Husten und Atmen in die Luft, von wo aus sie wiederum andere Menschen erreichen und damit infizieren können. Tröpfchen sind eher groß und fallen schnell zu Boden. Aerosole dagegen sind wesentlich kleiner und können sich über Stunden in der Luft halten. Deshalb ist sowohl das Abstandhalten als auch das gute Lüften von geschlossenen Räumen so wichtig: Dadurch erreichen die Aerosole andere Menschen im Bestfall gar nicht.

Schutz vor Ansteckung

Laut einer Studie der WHO sind Menschen ungefähr fünfmal weniger für eine Ansteckung gefährdet, wenn sie Maske und Schutzvisier tragen sowie ausreichend Abstand halten. Das zeigt, dass Sie sich durch das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung schützen können. Bei diesen gibt es allerdings Unterschiede: Sogenannte FFP2-Masken filtern selbst kleinste Partikel aus der Luft und können so den Träger vor den Aerosolen schützen. Selbstgenähte und OP-Masken filtern die eingeatmete Luft zwar nicht so zuverlässig, schützen aber trotzdem, da sie zumindest größere Tröpfchen abhalten. Zusätzlich verhindern sie das unbewusste Anfassen des Mund- und Nasenbereichs, sodass ein Verteilen von Viren durch verunreinigte Hände abgewendet wird.

Der entscheidende Vorteil der Mund-Nasen-Bedeckung liegt vor allem darin, dass damit andere Menschen vor einer Ansteckung geschützt werden können. Die kleinsten Partikel werden beim Atmen und Sprechen nicht mehr so weit herausbefördert, sondern gehemmt. In Zusammenspiel mit dem Mindestabstand von 1,5 Metern kann so das Ansteckungsrisiko minimiert werden. So kann also jeder seinen Teil dazu beitragen, das Virus nicht an andere weiterzugeben. Übrigens ist es auch möglich, ansteckend zu sein, obwohl sich keine Symptome zeigen, deshalb sollten Sie sich auch an diese Regeln halten, wenn Sie vermeintlich nicht infiziert sind.

Was Sie beim Tragen beachten sollten

Richtiges Aufsetzen: Das richtige Aufsetzen der Maske geschieht mit gewaschenen oder desinfizierten Händen. Am besten fassen Sie diese nur an den Seitengummis oder -bändern an, da Sie sonst  den Innenbereich schon mit Ihren Händen verunreinigen könnten. Auch vom Tragen des Mund-Nase-Schutzes am Kinn oder auf der Stirn ist dringend abzuraten. Setzen Sie ihn lieber mit sauberen Händen wieder richtig ab.

Während des Tragens: Es ist wichtig, dass Sie stets Mund UND Nase bedeckt halten, da Aerosole auch beim Atmen oder Niesen durch die Nase austreten können. Außerdem sollten Sie sich nicht allein durch das Aufsetzen der Maske in falscher Sicherheit wiegen und den Mindestabstand von 1,5 Metern stets einhalten.

Wechseln: Ist der Stoff durchfeuchtet, geht die schützende Wirkung verloren und Sie sollten Ihre getragene gegen eine frische Mund-Nasen-Bedeckung austauschen. Daher ist es ratsam, selbst wenn Sie sie nur selten nutzen, mehrere zu besitzen. Verwenden Sie auch Einmal-OP-Masken kein zweites Mal.

Waschen und Entsorgen: Wenn Sie eine wiederverwendbare Stoffmaske nutzen, sollten Sie diese direkt nach Verwendung mindestens bei 60 Grad waschen oder fünf Minuten lang abkochen. Bestimmte Modelle können Sie auch heiß bügeln. Das ist allerdings von den verwendeten Materialien abhängig, weshalb Sie sich immer an die Herstellerangaben halten sollten. Einmal- und FFP2-Masken entsorgen Sie möglichst auf direktem Wege über den Hausmüll.

Beeinträchtigungen durch die Maske

Gesunde Menschen werden durch das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes im Alltag nicht beeinträchtigt. Achten Sie  darauf, dass die Maske gut sitzt, das heißt eng am Gesicht anliegt. Ein gesunder Mensch kann den durch den Stoff entstehenden Widerstand durch stärkeres Ausatmen ausgleichen. Nur wenn Sie besonders empfindlich sind, kann es sein, dass Sie nach längerer Zeit leichte Müdigkeit verspüren, aber auch das wird keine weiteren Auswirkungen auf Ihre Gesundheit haben.

Menschen, die aufgrund einer Vorerkrankung Probleme mit dem Atmen haben, können von der behördlich vorgeschriebenen Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung ausgenommen werden. Dann ist das vom Arzt erteilte Attest stets mitzuführen, falls eine Kontrolle durchgeführt wird.

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2020-11-02T13:44:30+01:00
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